Kleine grüne Kraftwerke – Sprossen selbst ziehen

Kleine grüne Kraftwerke – Sprossen selbst ziehen

Es grünt so grün auf meiner Fensterbank.
Sprossen daheim in der eigenen Küche selber ziehen macht Spass! Der Grund dafür ist, dass es sehr einfach ist und man nicht viel dafür braucht. Auch ohne grünen Daumen sieht man, wie sie sich die kleinen Gewächse jeden Tag ein bissl verändern.

Je nachdem welche Samen man verwendet, nach 3-7 Tagen Keimzeit kann man sie schon essen.
Wenn man nicht schon irgendwo eins herumstehen hat, besorgt man sich ein Keimglas. So ein Keimglas, ist einfach ein Schraubglas mit einem speziellen Deckel. Der Deckel ist gelocht.
Denn die Sprossen brauchen Luft und Feuchtigkeit um zu wachsen. Deshalb sollen sie regelmäßig mit Wasser durchgespült werden. Am besten 2 mal am Tag.
So kann man die Sprossen jeden Tag spülen und wässern. Und das Wasser dann unkompliziert durch den Deckel gleich wieder abgießen.
Diese Gläser haben auch gleich einen Ständer dabei, damit man das Glas schräg, mit dem Deckel nach unten aufstellen kann. Dann kann auch noch das restliche Wasser gut abtropfen.

Livestyle_DIY - Sprossenglas05.jpg

Livestyle_DIY - 20170304_142737.jpg
Man sollte immer kontrollieren, ob die Sprossen nicht zu gären oder zu schimmeln beginnen. Schimmel erkennt man ganz eindeutig wenn er die Sprosse umgibt. Man darf den Schimmel allerdings nicht mit den sehr feinen Faserwurzeln verwechseln.
Und Gären verursacht einen sehr speziellen, fauligen Geruch. Aber wenn ihr 2 mal am Tag spült, und die Sprossen nicht zu lange, also über die Keimzeit hinaus, im Glas lasst, und das Glas mit den Sprossen nicht direktem Sonnenlicht aussetzt, seid ihr auf der sicheren Seite.

Livestyle_DIY - 20170309_163205.jpg

Bei den Samen solltet ihr auf beste Qualität achten. Da sollte man definitv nicht sparen und Bio Qualität kaufen.
Wenn man ein sauberes Glas und Samen hat, kann man auch schon loslegen. Wichtig ist, dass man sich im vorhinein überlegt, wieviele Sprossen man braucht bzw. verwenden will. Da Sprossen eine sehr kurze Haltbarkeit haben, und schnell zu schimmeln und verderben beginnen.
Deshalb ist es auch unbedingt notwendig, dass ihr ein komplett sauberes Glas verwendet. Denn auch Bakterien vermehren sich gut in diesem warm-feuchten Milieu.
Zuerst müssen die Samen mit kaltem Wasser durchgespült und dann für ein paar Stunden eingeweicht werden. Die Zeitangabe findet man auf der Verpackung.
Dann das Wasser abgießen, und die folgenden Tage immer gut mit Wasser spülen. Am besten einmal morgens und einmal abends.
In meinem Regal findet man zur Zeit folgende Sorten:

Livestyle_DIY - SprossenTellerGanz16_1.jpg
Kresse
– Einweichen ist nicht notwendig. Vor dem Keimen die Samen gründlich spülen.
– Ernten nach 6 – 8 Tagen.

Livestyle_DIY - Kresse01.jpg
Mungobohnen
– Einweichzeit: 12 Stunden.
– Ernten nach 4 – 5 Tagen.

Livestyle_DIY - Mungobohnen.jpg
Radieschen
– Einweichzeit: 12 Stunden.
– Ernten nach 4 – 5 Tagen.

Livestyle_DIY - Radieschen.jpg
Alfalfa
– Einweichzeit: 4 Stunden.
– Ernten nach 6 – 8 Tagen.

Livestyle_DIY - Alfalfa.jpg
Ruccola
– Einweichen ist nicht notwendig. Vor dem Keimen die Samen gründlich spülen.
– Ernten nach 5 – 6 Tagen.

Livestyle_DIY - Rucola.jpg
3er Mischung Rettich, Mungobohnen, Weizen
– Einweichzeit: 12 Stunden.
– Ernten nach 3 – 5 Tagen.

Livestyle_DIY - 3erMix.jpg

Mit den selbstgezogenen Sprossen kann man Salate aufpeppen, Suppen verfeinern und anderen Gerichten etwas Würze verleihen. Auch auf einem belegtem Brot oder einem einfachen Brot mit Aufstrich passen die frischen Sprossen sehr gut.
Achtung: Erbsen-, Soja-, Kichererbsen Keimlinge sollten vor dem Verzehr mindestens 3 Minuten erhitzt werden.

Livestyle_DIY - soup-1992656.jpg

Das wird dir auch schmecken:



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.